Richtig lüften im Sommer

  • Lüften Sie nur morgens und abends, wenn es draußen kühl ist.
  • Halten Sie Fenster und Türen tagsüber geschlossen.
  • 20 bis 25 Minuten Lüften sorgt im Sommer für den idealen Luftaustausch.
  • Außen angebrachter Sonnenschutz bewirkt wahre Wunder.

Der Sommer ist wieder im Lande und mit ihm steigen die Temperaturen. Schwimmbäder sind voller Besucher und Eissalons können sich vor Kundschaft gar nicht mehr retten. Während sich alle an den Vorteilen der heißen Jahreszeit erfreuen und die vielen Arten der Abkühlung genießen, verwandeln sich zahllose Wohnungen und Büros in Backöfen. Bestimmt kennen Sie die Situation, in der Nacht keinen Schlaf zu finden, weil die Temperaturen einfach nicht sinken wollen. Und auch im Büro kann die Hitze den Arbeitsalltag erschweren.

Der Versuch, die Zimmertemperaturen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, gestaltet sich jedoch mitunter schwierig, umso mehr, wenn keine Klimaanlage vorhanden ist. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks schaffen Sie es dennoch, Ihr Lüftungsverhalten so anzupassen, dass ein optimales Raumklima entsteht.

Lüften: Eine Frage des richtigen Zeitpunkts


Das Prinzip ist denkbar einfach: Gelangt die Wärme erst gar nicht in die Räume, muss sie später auch nicht wieder hinausbefördert werden. Darum ist der richtige Zeitpunkt des Lüftens essentiell.

Die frühen Morgenstunden eignen sich perfekt zum ausgiebigen Lüften, ebenso der späte Abend und die Nacht. Die Außentemperaturen sind noch kühl und durch das lange Öffnen der Fenster kann die gespeicherte Wärme in Wand, Boden und Decke ganz einfach weggelüftet werden. Das sorgt für eine angenehme Temperatur, die auch tagsüber noch anhält. Nutzen Sie diese Stunden also, um Ihre Fenster weit aufzureißen und für einen optimalen Luftaustausch zu sorgen.

Da es in den lauen Sommernächten schon mal lauter zugehen kann, finden Sie hier wichtige Tipps, wie Lärm im Sommer nicht zum Problem wird.

 

Junge Frau sieht aus dem Fenster

Wie vermeiden Sie stickige Luft im Sommer?


Um stickige Räume und hohe Zimmertemperaturen in der heißen Jahreszeit zu vermeiden, gibt es noch einige andere hilfreiche und einfache Tricks:
 

  • Querlüften! Querlüften ist die effektivste Maßnahme, um auch im Hochsommer eine frische und kühle Brise durch die Wohnräume ziehen zu lassen. Öffnen Sie dafür gleichzeitig alle Fenster und Türen, die in der Wohnung oder im Büro gegenüber voneinander angebracht sind.
  • Ein Ventilator ist ebenfalls eine gute Methode, um stehende Luft in Bewegung zu bringen und den Luftaustausch anzukurbeln.
  • Türen und Fenster sollten Sie tagsüber geschlossen halten. Je mehr Sonnenlicht in die Räume gelangt, desto mehr heizen sich diese auf.
  • Greifen Sie auf Sonnenschutz wie etwa Rollos zurück. Montieren Sie Rollos jedoch nicht in der Wohnung, sondern vor dem Fenster – so geben Sie der Sonne gar nicht erst die Möglichkeit, in die Räumlichkeiten vorzudringen.
  • Auch der Keller sollte geschlossen bleiben. Die warme Luft im Rest des Hauses leitet Feuchtigkeit in den Keller, die an den kühlen Kellerwänden kondensiert und zu Schimmel führen kann.
  • Ein Geheimtipp sind außerdem feuchte Tücher: Hängen oder legen Sie diese in Ihrer Wohnung auf, und senken Sie so die Temperaturen. Feuchte Tücher entziehen der Luft nämlich Wärme, während sie trocknen.

Lassen Sie es gar nicht erst heiß werden


Wer Hitze schon im Vorhinein vermeidet, muss später gar nicht erst gegen sie kämpfen. Jalousien, Fensterläden und Rollos bewirken echte Wunder. Diese sollten vor dem Fenster angebracht werden, damit die Wärme nicht bereits im Raum ist, wenn sie auf den Sonnenschutz trifft. Zudem sollten Sie sich für helle Farben Ihres Sonnenschutzes entscheiden, da diese die Sonnenstrahlen, und somit auch die Wärme, besser reflektieren als dunkle Farben.

Entfernen Sie, wenn möglich, dicke Teppiche, Vorhänge oder andere schwere Textilien. Diese wirken im Sommer wie Wärmespeicher und erhöhen Ihre Raumtemperatur. Auch technische Geräte, vor allem alte Glühbirnen, Fernseher und Computer, tragen wesentlich zum Anstieg der Temperatur bei und sollten daher immer ausgeschaltet bleiben, wenn sie nicht gebraucht werden.

Wie Sie sehen, können die Temperaturen in Ihrer Wohnung durch nur wenige Tipps und Tricks ganz einfach beeinflussen und reduzieren.

Für den Fall, dass Sie dennoch die Anschaffung einer Klimaanlage erwägen, legen wir Ihnen unseren Artikel zum nachträglichen Einbau einer Klimaanlage in einer Mietwohnung ans Herz – hier gilt es rechtliche Voraussetzungen und wichtige Rahmenbedingungen zu beachten.

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