Tipps, damit Lärm kein Problem wird

  • Es gibt kein Gesetz für Ruhezeiten: 22:00 bis 06:00 Uhr gilt aber als Richtzeit.
  • Das Rasenmähen ist samstags ab Mittag und sonntags ganztägig verboten.
  • Bei Lärmbelästigung: Suchen Sie das Gespräch, nicht die Konfrontation!

Das leise Summen der Bienen, das Knacken der Schokoladenglasur vom Eis am Stiel oder der frohe Gesang der Vögel: Ein Sommer kann insbesondere in der Natur ganz versöhnliche Geräusche mit sich bringen. In der Stadt hört sich das mitunter anders an. Das laute Röhren des Rasenmähers in Nachbars Garten, das ausgelassene Tratschen der Raucher am Balkon gegenüber oder die Großfamilie, die bei offenem Fenster lauthals diskutiert. So schön der Sommer auch sein kann, die Lärmbelästigung nimmt auch abseits vielbefahrener Straßen in den heißen Monaten zu.

Aber was und wie viel ist erlaubt? Wie können Sie selbst durch Verminderung des Lärms zu einem gepflegten Verhältnis unter Nachbarn beitragen? Wie wahren Sie bei lärmenden Nachbarn den Frieden im Haus? Und wie kommen Sie zu Ihrer wohlverdienten Ruhe? Lärmbelästigung als nicht umsonst als einer der Hauptgründe, warum sich Nachbarn nicht mehr verstehen.

Gibt es eine Ruhezeit?

Um es sich selbst mit seinen Nachbarn nicht zu verscherzen, sollten Sie Ruhezeiten beachten und einhalten. Auch, wenn diese nicht gesetzlich geregelt sind, haben sich Ruhezeiten von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr etabliert, auch in der Rechtssprechung. In den meisten Fällen gibt es eine Hausordnung, die Sie entweder auf dem Aushang im Haus oder nach Nachfrage bei Ihrem Vermieter oder Hauswart einsehen können. Dort können andere Regelungen festgelegt werden. In einem Kleingartenverein kann es darüber hinaus auch noch eine Mittagsruhe geben. Sollten Sie die Ruhezeiten einmal nicht einhalten können, weil Sie etwa der Gastgeber einer Party sind, lohnt es sich im Sinne der guten Nachbarschaft, die anderen Parteien im Haus darüber persönlich zu unterrichten. Sie können sie aber natürlich auch auf ein Getränk zur Party einladen.

Frau mäht Rasen

Wann ist Rasenmähen erlaubt?


Im Sommer kann es besonders nervig sein, wenn der Rasenmäher des Nachbarn schon in der Früh über die Hecke dröhnt. Vielleicht erinnern Sie sich an das mütterliche Staubsaugen am Sonntagmorgen nach durchzechten Jugendnächten: Es gibt gewisse Zeiten, zu denen Lärm unausstehlich ist. Auch wenn Sie nach 22:00 Uhr auf das Staubsaugen verzichten sollten, gibt es für das Rasenmähen in Wien tatsächliche Regelungen. Hier wird zwischen Benzinrasenmäher und elektrischen Rasenmähern unterschieden: Für Maschinen, die von einem Vebrennungsmotor angetrieben werden, gilt – abgesehen von den Ruhezeiten von 06:00 bis 22:00 Uhr – für Samstag ab 12 Uhr Mittag und für den ganzen Sonntag ein Nutzungsverbot; Elektrorasenmäher sind davon nicht betroffen. Allerdings können Sie dennoch für eine Verwaltungsübertretung bestraft werden, wenn Ihnen die so genannte Erregung ungebührlicherweise störenden Lärms vorgeworfen wird. Dies betrifft grundsätzlich alle Formen des Lärms.

Suchen Sie das persönliche Gespräch


Trotz aller Regeln und Vorschriften kann es dazu kommen, dass Sie sich vom Lärm Ihrer Nachbarn gestört fühlen. Sie sollten dann das direkte persönliche Gespräch suchen und gegebenenfalls auf die Ruhezeiten hinweisen. Auch wenn die Polizei die Streitigkeiten effizienter lösen kann, sollten Sie diese nur in einer ausweglosen Situation informieren. Denn: Geldstrafen, eventuelle Festnahmen oder die Kündigung des Mietvertragens tragen wohl eher nicht zum Frieden im Haus bei.

Wenn Sie Nachbarn haben, die sich gerne über einen erhöhten Lärmpegel beschweren, sollten Sie diese ebenfalls nicht zusätzlich reizen. Mit kreativen Ansätzen wie etwa einer Silent Disco können Sie neue Anreize für Ihre Gäste schaffen und gleichzeitig Ihren Nachbarn die verdiente Ruhe gönnen.

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