Die Gartendusche: Do it yourself!

Der Sommer ist vielerorts eine heiße Angelegenheit - so auch in Wien und Umgebung. Naheliegend ist daher der Wunsch nach Abkühlung im eigenen Garten. Egal ob als erfrischende Erholung nach einem Sonnenbad, als schnelle Reinigung nach staubiger Gartenarbeit oder einfach als herrlicher Familienspaß: Gartenduschen sind ein absoluter Hit – und mit wenig Aufwand einzurichten.

Die Qual der Wahl

Wenn es ein wenig mehr als nur eine aufgehängte Gießkanne oder der Gartenschlauch mit Brausekopf werden soll, stellen sich zunächst folgende Fragen: mobil oder fest installiert, nur Kaltwasser oder doch die Möglichkeit des wohltemperierten Duschens?

Mobile Gartenduschen lassen sich leicht auf- und abbauen, sind flexibel in der Standortwahl und können bei Nichtgebrauch platzsparend in der Garage oder im Keller verstaut werden. Günstig sind sie außerdem. Achtung nur bei der Wahl des Aufstellortes: Direkt auf dem Rasen oder neben dem Staudenbeet ist keine so gute Idee, wird doch der Boden recht rasch matschig oder schlammig. Hier legt man besser zumindest einen Holzrost darunter.

Hochwertiger - aber natürlich auch teurer - sind fest installierte Duschen. Ob Aluminium oder edler Stahl, kombiniert mit einem feuchtigkeitsbeständigen Holzdeck - ein gehobenes Duschgefühl ist garantiert. Aber Achtung beim Holz: Tropenholz hält zwar Feuchtigkeit gut aus, stammt aber nicht immer aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Das FSC-Siegel sollte schon gegeben sein, es gibt aber mittlerweile auch bessere Alternativen aus Europa - zum Beispiel Kebony.

Die fest installierten Duschen bieten zudem meistens einen größeren Brausekopf, was den Spaß-Faktor beim Duschen deutlich erhöht! Wichtig aber auch hier: ein geeigneter Wasserabfluss, um die Gartenbeete nicht zu ertränken. Ist kein Abfluss vorhanden, baut man sich einen Sickerschacht. Dieser sollte zumindest 80 cm tief und 40 cm breit sein und mit Kies befüllt werden.

Fest installierten Duschen bieten meistens einen größeren Brausekopf, was den Spaß-Faktor beim Duschen deutlich erhöht!

Nicht nur für Warmduscher

Warmduschern sei die Solardusche empfohlen. Diese gibt es sowohl mobil als auch fest installiert. An sonnigen Tagen erwärmt sich das Wasser im Speichergefäß in kürzester Zeit auf rund 60 Grad und lässt sich durch Mischen mit kaltem Wasser hervorragend temperieren. Somit eine ideale Lösung für Kleingärten oder Grundstücke ohne festen Wasseranschluss.

Speziell Solarduschen neigen jedoch dazu, Legionellen (kleinsten Bakterien) einen guten Nistplatz zu bieten. Darum sollte das Wasser im Tank von Solarduschen idealerweise stets zirkulieren bzw. man befüllt den Tank nur dann, wenn man das Wasser wirklich braucht. Lange Stehzeiten sind zu vermeiden. Die gute Nachricht: Bei 60 Grad Wassertemperatur sterben Legionellen üblicherweise ab. Es empfiehlt sich dennoch, das Wasser regelmäßig zu tauschen.

Holzdecks hingegen brauchen wenig Pflege. Einmal jährlich abschrubben und mit natürlichem Holzöl einlassen – fertig! Gute Hölzer, wie das erwähnte Kebony, brauchen diese Pflege überhaupt nur alle paar Jahre. Und zum Schluss noch die Chrompolitur für die Teile aus Edelstahl, und alles glänzt wie neu!

Übrigens: Denken Sie stets daran, beim Duschen im Garten ausschließlich vollständig biologisch abbaubare Seifen und Shampoos zu benutzen – unserer Umwelt zuliebe!

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