Microgreens: Minigarten in der Küche

Wer gerne Zuhause selbst Gemüse und Kräuter anpflanzt, hat oft schnell gemerkt, dass dieses Vorhaben gar nicht so leicht ist, da es sehr viel Platz und auch Geduld benötigt. Genau aus diesem Grund sind Microgreens der Trend der Stunde - diese anzubauen, ist fast ein Kinderspiel! Wir erzählen Ihnen heute, was genau es mit diesem Trend auf sich hat und warum Sie ihn unbedingt ausprobieren sollten.

Microgreens: Was ist das?

Microgreens sind der neueste Garten- und Food-Trend aus den USA. Was ein wenig wie Gemüse aus dem Reagenzglas klingt, meint dabei eigentlich nur Grünpflanzen in Miniaturgröße. Genau genommen handelt es sich um die natürlichste Form der Pflanzen – die Keimlinge. Sie befinden sich in der Entwicklungsphase zwischen dem Sprossen- und Pflanzenstadium und werden meist zwischen 2 bis 7 cm groß und können bereits 8-12 Tage nach der Aussaat geerntet werden.

Das Besondere am Minigarten

Viele Köche, auch aus der gehobenen Gastronomie, schätzen die essbaren Keimpflanzen sehr, denn sie können sowohl für die optische als auch geschmackliche Bereicherung von Gerichten eingesetzt werden. So weisen sie eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen, wie beispielsweise süß oder scharf auf, und lassen sich aufgrund ihrer vielfältigen Farbtöne hervorragend als Garnitur für Salate, Suppen, etc. verwenden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gemüse- und Obstsorten können Microgreens das ganze Jahr über gezüchtet werden – Sie brauchen dazu nicht einmal einen Balkon oder Garten, denn die Fensterbank reicht vollkommen. So können Sie beispielsweise Ihre Küche ganzjährig in einen kleinen Indoor-Garten verwandeln und hübschen somit gleichzeitig Ihr Zuhause auf.

Nicht zu vergessen ist auch, dass diese Pflänzchen – getreu nach dem Motto „klein, aber oho“ – eine Vielzahl an gesunden Nährstoffen enthalten. Auf ihre Größe heruntergerechnet beinhalten Microgreens nämlich sogar das Mehrfache an Vitaminen, Mineralstoffen und Co. als ausgewachsenes Gemüse. Die kleinen Kraftpakete sind voll mit Vital- und sekundären Pflanzenstoffen, denen fördernde Eigenschaften für das Herz-Kreislauf-System sowie für die Verdauung nachgesagt werden.

Microgreens gibt es in vielen Geschmacksrichtungen

Und so geht’s:

Um die Keimlinge selbst anzubauen, braucht es einen geeigneten Behälter, Blumenerde und die gewünschten Samen. Die Auswahl der Samen ist dabei wahrlich groß: von Klassikern wie Rucola und Kresse über Kräuter wie Minze und Koriander bis hin zu ausgefalleneren Keimen, wie Mungobohnen, Kichererbsensprossen oder Amaranth.

Haben Sie sich für bestimmte Samen entschieden, können Sie auch schon loslegen: Im ersten Schritt füllen Sie Ihren Behälter ca. 2 cm hoch mit Erde. Anschließend verteilen Sie die Keimsprossen darauf und drücken Sie leicht in die Erde hinein. Mit einer Sprühflasche können Sie nun alles intensiv mit Leitungswasser befeuchten. Verwenden Sie hierzu am besten keine Gießkanne, da die Erde dadurch zu feucht werden kann und mitunter Schimmel entsteht. Sollten Sie sich beim Saatgut für Dunkelkeimer entschieden haben, decken Sie die Schale nun lichtundurchlässig ab.

Im nächsten Schritt stellen Sie den Behälter an einen warmen und hellen Platz; direktes Sonnenlicht sollten Sie dabei jedoch meiden. Lüften Sie das Saatgut zwei- bis dreimal täglich und halten Sie die Keimlinge gleichmäßig feucht. Ab dem vierten Tag können Sie die Abdeckung entfernen. Wenn die ersten Blattpaare ausgebildet sind, was etwa nach 10 Tagen der Fall ist, können Sie schon ernten! Schneiden Sie die junge Pflanze dabei etwa fingerbreit über der Erde ab.

Wie Sie sehen, ist das Anpflanzen von Microgreens mehr als einfach und Sie brauchen dazu keinen grünen Daumen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrem Minigarten!

Beitrag teilen:
Ich stimme zu, dass diese Seite Cookies für Analysen verwendet.