Ordnung schaffen für besseres Wohnen

Ordnung halten ist das A&O zum Wohlfühlen. Mit diesem Statement hatten wir unseren Magazinbeitrag ‚Wohnen auf kleinem Raum‘ beendet. Heute greifen wir diesen Faden wieder auf und geben Ihnen einige Tipps für ein ordentliches, aufgeräumtes Zuhause.

Trennen ist eine gute Basis

Sich trennen zu müssen – das ruft zunächst einmal eher negative Gefühle hervor. Aber seien wir ehrlich: Trennen fühlt sich durchaus auch gut an. Es macht frei und schafft Platz für Neues im Leben. Und wir sprechen hier selbstverständlich nur davon, sich von Dingen zu trennen ;)

Begegnen wir dem Ganzen mit einer schlichten Logik: Je weniger Dinge Sie im Haushalt haben, desto leichter wird es sein, in der Wohnung Ordnung zu halten. Deshalb ist es empfehlenswert, jeder größeren Ansammlung von Gegenständen in Ihrem Haushalt unter diesem Gesichtspunkt wenigstens einmal im Jahr größere Aufmerksamkeit zu widmen: zum Beispiel dem Kleiderschrank oder dem Bücherregal, aber auch dem Abstellraum oder Kellerabteil.

In drei Körben denken

Wem das Aussortieren schwer fällt, dem hilft vielleicht das ‚Drei-Körbe-System‘. In den ersten Korb kommen dann zum Beispiel alle Kleidungsstücke, die Sie auf jeden Fall weiterhin tragen werden - oder aus persönlichen Gründen unbedingt behalten wollen. Alle Stücke, die sie selbst definitiv nicht mehr tragen werden, die aber noch gut erhalten sind und für eine andere Person von Nutzen sein können, gelangen in den zweiten Korb. Alles Übrige kommt in den dritten.

Anschließend hängen Sie den Inhalt des ersten Korbes zurück in den Kleiderschrank, geben die Kleidungsstücke aus Korb Nummer zwei in einen Altkleidercontainer - und der Rest wird entsorgt. Auf diese Weise können Sie auch jede andere Ansammlung an Dingen angehen: Bücher, Werkzeug, Fotos oder auch Geschirr und weitere Küchenutensilien. Selbstverständlich müssen Sie den Begriff ‚Korb‘ hierbei nicht wörtlich nehmen: Es reicht auch vollkommen aus, einfach drei Stapel oder ähnliches zu bilden.

Jedem Ding steht sein eigener Platz zu

Ordnung schaffen und Ordnung halten können nur funktionieren, wenn Sie zunächst einmal genau bestimmt haben, wie diese Ordnung für Sie überhaupt aussieht. Oder anders ausgedrückt: Geben Sie jedem Gegenstand in Ihrer Wohnung ein Zuhause, also einen Ort, an den er hingehört.

Besondere Aufmerksamkeit ist hierbei für Dinge aufzubringen, die Sie gemeinsam mit mehreren Personen im Haushalt benutzen. Für diese Dinge sollte gerne auch jeder Benutzer deren ‚Hauptwohnsitz‘ kennen, damit zum Beispiel die TV-Fernbedienung nicht noch schnell mehrere ‚Nebenwohnsitze‘ beziehen kann ;)

Wer sich jeden Tag einfach nur 10 Minuten für das Thema Ordnung nimmt, wird schon nach sehr kurzer Zeit einen deutlich sichtbaren Erfolg feststellen können!

Oberfläche ist nicht gleich Ablagefläche

Halten Sie die großen Oberflächen, die es in Ihrer Wohnung gibt, für die Zwecke frei, für die sie bestimmt sind! Eine Arbeitsfläche in der Küche ist zum Arbeiten da, nicht zum Ansammeln von Küchengeräten und schmutzigem Geschirr. Dasselbe gilt für einen Schreibtisch, der keine Dauerablage für die Posteingänge der letzten sechs Monate sein sollte. Und wie nervig ist es bitteschön, den Esstisch erst freiräumen zu müssen, bevor man sich zum Essen hinsetzen kann?

Die größte ‚Ablagefläche‘ in Ihrer Wohnung ist ohne Zweifel der Fußboden. Achten Sie beim nächsten Staubsaugen einmal ganz genau darauf, wieviele Dinge hier vielleicht unnötig herumstehen und -liegen. Vieles davon gehört vermutlich gar nicht erst dorthin. Und so manches andere kann eventuell dauerhaft eine andere ‚Heimat‘ bekommen, an der es weniger im Weg steht – oder wenigstens weniger einstaubt.

In kleinen Etappen aufräumen

Die mit Sicherheit häufigste Ausrede vom Aufräumen ist der Zeitfaktor. Und gerade wenn einem die Unordnung schon ein wenig über den Kopf zu wachsen scheint, ist man umso geneigter, den Dingen einfach Ihren Lauf zu lassen – weil man eigentlich den vermeintlichen Kampf schon verloren sieht.

Aber: Die Zeit ist immer da. Und einen Kampf gibt es nicht wirklich. Denn wer sich jeden Tag einfach nur 10 Minuten für das Thema Ordnung nimmt, wird schon nach sehr kurzer Zeit einen deutlich sichtbaren Erfolg feststellen können! Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut – daher sollten auch Sie nicht glauben, in einem Wimpernschlag Ihr Domizil neu gestalten zu müssen.

Übrigens: Kennen Sie Marie Kondō? Diese junge Japanerin ist mittlerweile als Ordnungsberaterin weltberühmt geworden: Sie gibt Kurse, in denen sie Wegwerfen und Aufräumen lehrt, hat millionenfach verkaufte Bücher zu diesem Thema geschrieben und ist auch im TV und im Internet ein Star.

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