Populäre Irrtümer beim Energiesparen

Strom ist teuer, Energiesparen daher sinnvoll und auch der Umwelt zuliebe notwendig. Tipps zum Sparen gibt es einige, doch kursieren auch viele hartnäckige Mythen. Einige davon möchten wir heute für Sie aufklären.

Irrtum 1: Ein händischer Abwasch spart Wasser und Strom

Abspülen steht bei den unbeliebten Hausarbeiten ganz vorne. Ein Geschirrspüler schafft hier Abhilfe. Aber verbraucht die Maschine nicht zu viel Wasser und Strom? Wir können Sie beruhigen: Im Durchschnitt verbraucht das Spülen mit der Maschine um 50% weniger Wasser und 28% weniger Energie als das Spülen mit der Hand. Allerdings muss man hier auch ein paar wesentliche Punkte beachten: Beispielsweise sollte die Maschine immer voll beladen sein. Auch das Vorspülen des Geschirrs ist meist nicht notwendig – nur Essensreste sollten vorher entfernt werden. Achten Sie auch darauf, das Spülmaschinensieb regelmäßig zu leeren, denn ein verstopftes Sieb kann den Spülgang enorm verlängern.

Irrtum 2: Duschen ist wassersparender als Baden

Ein Irrtum, der sich schon lange hält, in Wahrheit aber nur so zu beantworten ist: Es kommt drauf an! Der Wasserverbrauch beim Baden hängt von der Größe der Badewanne ab. Meist beträgt die Füllmenge etwa 150 bis 180 Liter. Beim Duschen verbraucht man je nach Art des Duschkopfes ca. 18 Liter pro Minute. Lässt man das Wasser in der Dusche also zehn Minuten laufen, ergibt sich der gleiche Wasserverbrauch wie beim Baden. Grundsätzlich bietet jedoch das Duschen mehr Raum zum Einsparen. Eine Möglichkeit sind Sparduschköpfe, die lediglich sechs Liter pro Minute verbrauchen. Nicht zu vergessen: Jeder eingesparte Liter spart auch Heizkosten für das erwärmte Wasser!

Irrtum 3: Energiesparlampen sparen am meisten Strom

Etwa 10% der gesamten Stromkosten fallen auf die Beleuchtung zurück. Mit den richtigen Lampen kann man also einiges an Geld sparen! Seit der Abschaffung der herkömmlichen Glühlampe gelten Energiesparlampen als gerne gewähltes Leuchtmittel, da sie - wie schon ihr Name erraten lässt - Energie einsparen sollen. Das ist auch richtig so, allerdings gibt es Lampen, die noch energiesparender sind: LED-Lampen. Diese sind zwar in der Anschaffung im Vergleich zu Halogen- und Energiesparlampen teurer, bieten allerdings eine deutlich längere Lebensdauer und erzeugen viel Licht aus wenig Strom.

Bei normal verschmutzter Wäsche reicht es, wenn sie ein 30°C oder 40°C Programm wählen.

Irrtum 4: Nur ein heißer Waschgang macht sauber

Je heißer man die Wäsche wäscht, desto mehr Strom verbraucht die Waschmaschine. Dabei sind Temperaturen von 60°C oder gar 90°C gar nicht nötig. Bei normal verschmutzter Wäsche reicht es, wenn sie ein 30°C oder 40°C Programm wählen. Für stärker verschmutzte Wäsche können Sie die Flecken vorbehandeln. Auf das Waschen mit einem 90°C Programm sollten Sie hingegen verzichten, da doppelt so viel Energie benötigt wird, wie beispielsweise beim Waschen mit 60°C. Zusätzlich verliert die Wäsche schneller an Leuchtkraft und Farbe! Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihre Waschmaschine nur voll beladen einschalten. Halbvolle Wäschetrommeln sorgen für unnötig viel Wasser- und Stromverbrauch und verursachen somit höhere Kosten.

Irrtum 5: Ein bisschen Eis in der Gefriertruhe ist nicht schlimm

Alle Lebensmittel geben Feuchtigkeit ab. Bei Minusgraden in der Gefriertruhe führt dies zu Vereisungen, die sich am Rand ausbreiten. Diese können den Verbrauchswert des Gefriergeräts um ganze 50% steigern, da die Eisschicht wie Dämmmaterial wirkt und somit der Stromverbrauch steigt. Wichtig ist es also, das Gerät regelmäßig abzutauen. Mittlerweile gibt es allerdings auch Geräte mit der sogenannten No-Frost-Technik. Lebensmittel werden hier mit gekühlter Umluft eingefroren und die Feuchtigkeit nach außen abgeführt. Das zeitaufwendige Abtauen ist also nicht mehr notwendig.

Sie sehen, oft reichen kleine Änderungen unserer Gewohnheiten aus, um dauerhaft einen Unterschied in der Stromrechnung zu erzielen.

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