Richtige Pflege für Holzmöbel

Möbel aus Holz bringen Natürlichkeit und Wärme in die Wohnung, und sie halten dazu auch noch einiges aus. Trotzdem geht der Alltag auch an ihnen nicht spurlos hinüber: Wasserflecken, Kratzer und Dellen sind die Folge. Wir zeigen Ihnen deshalb, mit welchen einfachen Tricks Ihre Holzmöbel auch nach Jahrzehnten noch wie neu aussehen können.

Die Reinigung

In der Regel reicht regelmäßiges Staubwischen bei wenig benutzten Holzmöbeln aus. Benutzen Sie dabei aber lieber spezielle Staubwedel oder -lappen, denn Mikrofasertücher können hauchdünne Risse in der Oberfläche des Holzes verursachen! Verzichten Sie auch unbedingt auf Nässe – dadurch kann das Holz aufquellen. Sollten Sie um eine Nassreinigung nicht umherkommen (beispielsweise bei Küchenoberflächen), dann stellen Sie sicher, dass Sie die Fläche sofort nach der Reinigung mit einem Baumwolltuch trockenwischen.

Für grobe oder hartnäckige Verschmutzungen empfiehlt sich Neutralseife. Dazu nehmen sie einen leicht angefeuchteten Schwamm und reiben die verschmutzte Stelle damit ein. Anschließend wird das Holz trockengerieben. Achten Sie darauf, dass die Seife keine Schleifmittel enthält, da sonst Kratzer entstehen können!

Die Versiegelung

Um Holzmöbel ausreichend zu pflegen, empfiehlt sich eine Basispflege. Dadurch erreicht man einen dauerhaften Schutz vor Nässe, Trockenheit und Schmutz. Diese sollte man mindestens ein- bis zweimal pro Jahr anwenden. Welche Pflege Sie benötigen hängt von der bisherigen Oberflächenversiegelung des Holzmöbels ab. Ist Ihr Möbel mit einem Lack gestrichen, reicht eine simple Möbelpolitur, um den Glanz aufzufrischen. Lasierte oder naturbelassene Holzmöbel brauchen hingegen größere Aufmerksamkeit: Verwendet werden können hier wahlweise Öle oder Wachse.

Wichtig ist, dass die Produkte keine Silikon- oder Mineralöle enthalten. Pflegeprodukte mit diesen Inhaltsstoffen dringen tief in das Holz ein und lassen es nicht mehr atmen. Folgend kann das Holz keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen oder abgeben, was jedoch grundlegend ist, um sich der Luftfeuchtigkeit in der Wohnung anpassen zu können. Nicht dafür geeignet sind auch Speiseöle, da sie nicht aushärten und mit der Zeit ranzig werden.

Auf die richtige Pflege kommt es an!

Erste Hilfe mit Hausmitteln

Wenn Sie lieber zu Hausmitteln greifen, gibt es auch hier ein paar Möglichkeiten. So kann man beispielsweise Wasserflecken und -ränder ganz simpel mit etwas Bienenwachs und einem Föhn beseitigen. Verteilen Sie dazu das Wachs in einer dünnen Schicht auf dem Holz und erwärmen Sie es mit dem Föhn, bis es geschmolzen ist. Nach ein paar Stunden Einwirkzeit können Sie die Oberfläche nun mit einem Tuch polieren und das überschüssige Wachs entfernen. Der Wasserfleck sollte nun verschwunden sein. Föhnhitze hilft übrigens auch bei Hitzeflecken, die durch heiße Tassen oder Töpfe verursacht wurden. Auch Rückstände von Kerzenwachs kann man einfach entfernen, wenn man sie vorher heiß föhnt und anschließend mit einem trockenen Tuch aufnimmt.

Eine Alternative zum Pflege-Öl ist Essigwasser. Damit können Sie der stumpf gewordenen Holzoberfläche einen neuen Glanz verleihen. Mischen Sie dazu Wasser und Essig im Verhältnis 1:1 und wischen Sie mit einem gut ausgewrungenen Tuch darüber. Für dunkle Holzmöbel können Sie Balsamico verwenden, für helle Apfelessig.

Übrigens: Wir raten Ihnen bei allen genannten Tipps, diese zuerst an einer verdeckten Stelle auszuprobieren, um festzustellen, wie das Holz reagiert. Sollten Sie sich unsicher sein, scheuen Sie sich nicht einen Experten zu kontaktieren.

 

Beitrag teilen:
Ich stimme zu, dass diese Seite Cookies für Analysen verwendet.