Wohnen auf kleinem Raum: Einrichten von Einzimmerwohnungen

Der Bedarf an Einzimmerwohnungen steigt im städtischen Bereich immer weiter an. Nun mag man sich von diesem Thema vortrefflich dazu inspirieren lassen, über Immobilienpreise und Mietpreisentwicklungen zu sinnieren und zu diskutieren. Wir wenden uns heute aber einem anderen Aspekt zu: Wie können Küche, Wohn-, Schlaf- und Arbeitsplatz in nur einem Zimmer untergebracht werden? Wie wohnt man optimal auf 30 Quadratmetern? Einige Tipps haben wir für Sie zusammengestellt.

Schon vor dem Einzug: Die Möbelwahl

Auch wenn einem der Abschied von dem einen oder anderen Lieblingsstück schmerzen mag: trennen Sie sich schon vor dem Einzug von unnötigem Mobiliar. Um in einem Einzimmer-Apartment nicht allzu beengt leben zu können, beschränken Sie sich von vornherein auf ein Minimum an Möbeln.

Hervorragend geeignet sind multifunktionale Möbel wie Schlafsofas sowie kleinere Einrichtungsgegenstände, die sich bei Nichtgebrauch zusammenklappen und wegstellen lassen. Das gilt besonders für Tische: überlegen Sie, wieviel Tischfläche sie wirklich benötigen – eine deutlich platzsparendere Variante wäre zum Beispiel eine kleine Bar mit entsprechendem Hocker für das morgendliche Frühstück!

Arbeiten Sie mit dem Raum

Jedes Zimmer birgt selbstverständlich seine eigenen Herausforderungen beim Einrichten – aber auch seine individuellen Chancen! So hat eine halbwegs quadratisch geschnittene Klein-Wohnung einen Platzvorteil, weil sie ein eindeutiges Zentrum hat, welches man nutzen kann. Dafür haben längliche Räume häufig größere Wandflächen, die für Regale und ähnliches zur Verfügung stehen.

Nehmen Sie vor Einzug den Raum ganz genau in Augenschein und nutzen Sie Nischen und Vorsprünge optimal für sich aus. Vielleicht gibt es die Raumhöhe auch her, in verschiedenen Ebenen zu denken bzw. zu wohnen? So kann zur Lagerung von weniger häufig genutzten Gegenständen über Kopfhöhe eine eigene Ebene eingezogen werden, und auch im Erwachsenenalter haben Hochbetten einen wunderbaren Charme und sind wahre Platzwunder.

Denken Sie neu – und einfach anders

Möbelpodeste, die als Schubladen genutzt werden können oder offene Regalmöbel, die mitten im Raum stehend der kleinen Grundfläche eine angenehme Wohnstruktur geben: Ideen gibt es viele und Sie können für ihre individuellen Bedürfnisse und den eigenen Wohnraum auf Plattformen wie zum Beispiel Instagram oder Pinterest viele Inspirationen finden.

Trauen Sie sich einfach, auch einmal Dinge auszuprobieren! Die Skiausrüstung muss im Sommer auch noch platzsparend untergebracht werden? Wie wäre es mit einem Seilzug-System, mit dem es unter die Decke gehängt wird? Das Fahrrad an der Wohnzimmerwand ist dagegen mittlerweile schon fast ein Klassiker.

Das Fahrrad an der Wohnzimmerwand ist mittlerweile schon fast ein Klassiker.

Last but not least: Auf die Deko kommt es an

Dekorationsmittel wie Bodenbeläge, Vorhänge, Wandfarben oder auch Spiegelflächen können besonders bei multifunktionellen Räumen hervorragend eingesetzt werden. So lassen Spiegelflächen einen Raum optisch größer wirken. Und mit unterschiedlichen Bodenbelägen oder auch einfach gezielt eingesetzten Teppichen verschaffen Sie dem Raum Struktur und gleichzeitig auch einen Funken Gemütlichkeit.

Die Auswahl von Wandfarben ist dagegen eine heikle Sache – und definitiv auch stark vom jeweiligen Grundriss und Raumhöhe abhängig. Bei wenig Platz sollten Sie grundsätzlich auf alle dunklen Farben verzichten. Am größten wirkt jeder Raum in einheitlichem Weiß, aber wenn Sie ein wenig Farbe in’s Spiel bringen wollen, setzen Sie auf sanfte Gelb-, Grün-, Blau- oder Graunuancen – und verzichten besser auf Rottöne.

Übrigens: Ein letzter Tipp noch zum besseren Wohnen auf wenigen Quadratmetern: Ordnung halten ist gerade hier das A&O zum Wohlfühlen. Sorgen Sie dafür, dass jeder Gegenstand seinen (eigenen) Platz hat.

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